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Tragkraft

Die Tragkraft eines Campingbetts – auch als Belastbarkeit, Maximalbelastung oder Tragelast bezeichnet – gibt das maximale Körpergewicht in Kilogramm an, das das Bett dauerhaft tragen kann, ohne sich zu verbiegen, zu brechen oder instabil zu werden. Sie ist eines der wichtigsten Kaufkriterien überhaupt und sollte stets mit ausreichendem Sicherheitsabstand zur eigenen Körpermasse gewählt werden.

Typische Tragkraft-Klassen

  • Bis 100 kg: Einfache Einsteiger-Feldbetten aus dünnem Stahl oder Aluminium – geeignet für leichte bis mittelgewichtige Personen bei gelegentlicher Nutzung
  • 100–150 kg: Standard-Segment, deckt die überwiegende Mehrheit der Erwachsenen problemlos ab
  • 150–200 kg: Verstärkte Modelle für kräftigere Personen oder erhöhten Komfortanspruch mit mehr Materialreserve
  • 200–250 kg und mehr: XXL- und Heavy-Duty-Feldbetten mit massiven Stahlrohren und verstärkten T-Beschlägen für Personen mit hohem Körpergewicht

Statische vs. dynamische Belastung

Die vom Hersteller angegebene Tragkraft bezieht sich auf die statische Belastung – also das ruhige, gleichmäßige Liegen. Dynamische Belastungen wie das schwungvolle Hinsetzen, das Aufspringen oder heftige Bewegungen im Schlaf können kurzzeitig ein Vielfaches des Körpergewichts auf einzelne Bauteile übertragen. Als Faustregel gilt daher: Wählen Sie ein Modell, dessen Tragkraft mindestens 20 bis 30 Prozent über Ihrem tatsächlichen Körpergewicht liegt. Wiegen Sie 90 kg, sollte die angegebene Tragkraft mindestens 115–120 kg betragen.

Wo liegt die typische Schwachstelle?

Bei den meisten Scherengestell-Feldbetten liegt die mechanisch am stärksten beanspruchte Stelle im Bereich der Knotenpunkte – dort, wo Rahmen und Beine durch Scharniere verbunden sind. Bei günstigen Modellen sind diese Verbindungen oft aus dünn gestanztem Blech gefertigt. Hochwertige Modelle setzen auf massivere T-Beschläge aus Stahlrohr oder gegossene Aluminiumverbinder, die auch Langzeitbelastungen deutlich besser standhalten.


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