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Tom Weber ist Gründer und Chefredakteur von Campingbett.net – und der Mann, dem zehntausende Deutsche jährlich vertrauen, wenn sie nicht wissen, welches Feldbett sie kaufen sollen. Was ihn von anderen Produkttestern unterscheidet: Er hat dieses Wissen nicht aus Katalogen, sondern auf vier Kontinenten, bei Temperaturen zwischen −12 °C und +42 °C, auf Böden von weichem Wiesenmoor bis zu hartem Wüstensand erworben.

Aufgewachsen zwischen Schwarzwald und Campingplatz

Tom Weber wurde 1981 in Tübingen geboren. Sein Vater, ein begeisterter Angler und Naturliebhaber, nahm ihn bereits als Sechsjährigen auf seine ersten Campingausflüge an den Neckar und den Bodensee mit. Das erste Feldbett, das Tom je benutzte, war ein ausrangiertes Bundeswehr-Modell aus den 1970ern – rostfleckig, schwer wie ein Amboss und mit einem Gewebe, das sich anfühlte wie Schleifpapier. Er liebte es trotzdem.

Mit 16 Jahren organisierte er als Jugendgruppenleiter beim DLRG sein erstes eigenes Zeltlager – 24 Kinder, 24 Feldbetten, null Erfahrung mit Logistik. Was dabei schieflief und was funktionierte, prägte seinen Blick auf Campingausrüstung bis heute: Es geht nicht um den Prospekt, es geht um die dritte Nacht.

Zwei Jahre, vier Kontinente

Nach seinem Abitur und einem abgebrochenen BWL-Studium in Stuttgart traf Tom Weber 2002 eine Entscheidung, die sein Leben grundlegend veränderte: Er packte einen 70-Liter-Rucksack, kaufte ein Interrail-Ticket und fuhr los. Was als dreimonatige Europa-Reise geplant war, wurde zu einer zweijährigen Odyssee durch vier Kontinente.

In Marokko schlief er auf einem Holzfeldbett in einer Berberfamilie in den Atlas-Bergen – bei Temperaturen, die nachts unter den Gefrierpunkt fielen, ohne Schlafsack, dafür mit drei Wolldecken und dem tiefen Schlaf der Erschöpfung. In Tansania half er mehrere Wochen in einem Hilfsprojekt mit, das provisorische Unterkünfte für Vertriebene aufbaute – hunderte Feldbetten, aufgestellt in staubigen Zelten unter der ostafrikanischen Sonne. Er lernte in dieser Zeit, was ein Scharniergelenk aushält und was nicht.

In Neuseeland durchquerte er die Südinsel mit dem Fahrrad und testete dabei ultraleichte Schlafunterlagen am eigenen Rücken – buchstäblich. In Patagonien verbrachte er sechs Wochen auf einem Estancia-Campingplatz am Fuß der Torres del Paine, wo Wind und Regen jedes Zelt, jede Matte und jeden Schlafsack auf ihre Grenzen brachten. Und in Norwegen übernachtete er auf einer dreimonatigen Motorradreise entlang der Fjordküste in so gut wie jedem erdenklichen Unterkunftstyp – vom Luxus-Wohnmobil seiner Mitreisenden bis zur Isomatte unter freiem Himmel.

Am Ende dieser zwei Jahre hatte Tom Weber mehr Schlafgelegenheiten getestet als die meisten Menschen in einem ganzen Leben. Er wusste, was ein gutes Campingbett ausmacht. Er wusste es am Körper.

Die Rückkehr und der Neustart

Zurück in Deutschland arbeitete Tom Weber zunächst als freier Journalist für Outdoor- und Reisemagazine, schrieb Ausrüstungsberichte für ein Münchner Fachverlagshaus und baute sich ein Netzwerk in der deutschen Camping- und Angelszene auf. Er wurde regelmäßiger Besucher der CaravanSalon Düsseldorf und der EUROBIKE, pflegte Kontakte zu Fachhändlern aus dem süddeutschen Raum und testete für verschiedene Redaktionen Outdoor-Produkte aller Art.

2013 gründete er Campingbett.net – mit dem klaren Ziel, das zu schaffen, was er selbst als Käufer vermisst hatte: eine Seite, auf der echte Erfahrung und nicht Marketing die Grundlage jeder Empfehlung ist.

Toms Testmethodik

Tom Weber kauft kein Produkt, das er nicht selbst benutzt. Jedes Feldbett, jede Karpfenliege und jede Campingmatte, die auf Campingbett.net bewertet wird, hat mindestens drei Nächte unter realen Bedingungen absolviert. Sein persönliches Testprotokoll, das er seit 2013 in einem handgeschriebenen Notizbuch führt, umfasst vier Kernfragen:

  • Wie funktioniert der Aufbau nach einer langen Anreise, bei Dunkelheit und Müdigkeit?
  • Schmerzt die Lendenwirbelsäule nach vier Stunden Schlaf – und wenn ja, wo genau?
  • Wie verhält sich das Material nach drei Tagen Dauerbelastung nahe der angegebenen Tragkraft?
  • Passt das Bett noch in die Tragetasche, wenn man es hastig und unausgeschlafen einpackt?

Produkte, die diese vier Fragen mit guten Ergebnissen beantworten, empfiehlt Tom. Produkte, die versagen, benennt er klar – unabhängig von Herstellerbeziehungen oder Provisionen.

Tom Weber heute

Tom Weber lebt heute mit seiner Frau und zwei Töchtern in der Nähe von Tübingen – in Sichtweite des Schwarzwaldes, in dem alles begann. Sein Keller ist chronisch überfüllt mit Feldbetten, Auflagen, Schlafsäcken und Campingzubehör, das auf seine Bewertung wartet. Jedes Jahr nimmt er sich mindestens vier längere Campingtouren vor – eine davon immer im Frühjahr, wenn die Nächte noch kalt genug sind, um Wintermodelle wirklich zu testen.

Er ist erreichbar unter info(at)campingbett.net und antwortet auf jede Leseranfrage persönlich – auch wenn es manchmal ein paar Tage dauert, weil er gerade irgendwo draußen schläft.

Artikel von Tom Weber

Alle Ratgeber, Testberichte und Vergleiche auf Campingbett.net stammen aus der Feder von Tom Weber. Eine Übersicht seiner aktuellen Artikel finden Sie in unserem Ratgeber-Bereich.

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