Camping-Saison Ende – Campingbett richtig einlagern: Der ultimative Winterschlaf-Guide
Die letzten warmen Tage des Jahres sind gezählt, die Campingplätze leeren sich und die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Auch für Ihr treues Campingbett endet die aktive Saison. Doch bevor Sie es einfach in den Keller werfen, sollten Sie sich Zeit für eine ordnungsgemäße Einlagerung nehmen. Denn wie Sie Ihr Campingbett über den Winter lagern, entscheidet maßgeblich darüber, ob Sie es im nächsten Frühjahr sofort wieder nutzen können – oder ob Sie sich mit Rost, Schimmel und Materialschäden herumschlagen müssen. In diesem ausführlichen Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Campingbett perfekt auf den Winterschlaf vorbereiten.
Warum richtige Einlagerung so entscheidend ist
Viele Camper unterschätzen die Bedeutung der Winterlagerung. Dabei können wenige Monate unsachgemäßer Lagerung jahrelange Nutzung zunichtemachen. Die Hauptgefahren lauern überall:
Die größten Gefahren im Winter
Feuchtigkeit und Schimmel:
Nach der letzten Tour wird das Campingbett oft noch feucht oder leicht nass eingelagert. Über Monate in geschlossenen Räumen führt das unweigerlich zu Schimmelbildung. Schimmel ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern zersetzt auch die Textilfasern.
Kälte und Frost:
Extreme Temperaturschwankungen und Frost machen Kunststoffe spröde. Polyester-Gewebe verliert seine Elastizität, Gummidichtungen verhärten sich und können reißen. Auch das Gestänge leidet unter Frost – Kondenswasser in Hohlräumen gefriert und kann zu Rissen führen.
Rost und Korrosion:
Metallteile rosten besonders gerne in feuchten Kellerräumen oder unbeheizten Garagen. Selbst hochwertige Aluminium-Gestänge können korrodieren, wenn Feuchtigkeit und Salz (von verschneiten Schuhen, salziger Luft) zusammenkommen.
Schädlingsbefall:
Mäuse, Ratten und Motten finden im Winter warme Nester – und Ihr Campingbett ist der perfekte Ort. Angeknabberte Stoffbezüge, durchgebissene Tragegurte oder Mäusekot sind im Frühjahr eine böse Überraschung.
UV-Strahlung:
Wird das Campingbett über Monate direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt (z.B. im Gartenhaus mit Fenster), bleicht der Stoff aus und wird brüchig.
Falsche Lagerposition:
Wird das Bett mit zu viel Druck oder falsch gefaltet gelagert, entstehen Knickstellen, die zu Brüchen führen können. Auch zu enge Kompression schadet den Materialien.
Die perfekte Vorbereitung – Schritt für Schritt
Schritt 1 – Gründliche Endreinigung (Pflicht!)
Nach der letzten Camping-Tour ist Ihr Campingbett voller Spuren des Sommers: Schmutz, Gras, Sand, vielleicht sogar Speisereste oder Getränkeflecken. All das muss restlos entfernt werden, bevor Sie das Bett einlagern.
Was Sie benötigen:
– Weiche Bürste oder Handfeger
– Gartenschlauch oder Duschkopf
– Mildes Spülmittel oder Outdoor-Waschmittel
– Schwamm
– Mehrere saubere, trockene Handtücher
– Optional: Hochdruckreiniger (vorsichtig verwenden!)
Anleitung Gestänge reinigen:
Schritt 1 – Grobreinigung:
Entfernen Sie zunächst allen losen Schmutz mit der Bürste. Achten Sie besonders auf:
– Scharniere und Gelenke (dort sammelt sich gerne Dreck)
– Standbeine und Füße
– Steckverbindungen
– Zwischenräume im Gestänge
Schritt 2 – Nassreinigung:
Sprühen Sie das gesamte Gestänge mit dem Gartenschlauch ab. Bei hartnäckigem Schmutz können Sie einen Hochdruckreiniger verwenden – aber Vorsicht! Zu viel Druck kann Dichtungen beschädigen. Halten Sie mindestens 50 cm Abstand.
Bereiten Sie eine Lauge aus warmem Wasser und Spülmittel vor. Waschen Sie mit dem Schwamm alle Metallteile gründlich ab. Besonders wichtig:
– Alle Schrauben und Muttern
– Scharniere (Schmutz entfernen, später ölen!)
– Gummipuffer an den Füßen
– Steckverbindungen (innen und außen)
Schritt 3 – Abspülen:
Spülen Sie alle Seifenreste gründlich mit klarem Wasser ab. Seifenreste können Korrosion fördern!
Anleitung Stoffbezug reinigen:
Bei leichter Verschmutzung:
– Stoffbezug mit feuchtem Tuch abwischen
– Flecken mit Spülmittel-Lösung behandeln
– Mit klarem Wasser nachspülen
– Gründlich trocknen lassen
Bei starker Verschmutzung:
– Stoffbezug abnehmen (falls möglich)
– In Badewanne oder großem Waschbecken einweichen
– Mit Outdoor-Waschmittel von Hand waschen
– Gründlich ausspülen
– Nicht auswringen, nur ausdrücken!
Maschinenwäsche (nur wenn erlaubt!):
– Schonwaschgang, max. 30°C
– Feinwaschmittel ohne Weichspüler
– Niedrige Schleuderzahl (max. 600 U/min)
– Separat waschen (keine Reißverschlüsse!)
Profi-Tipp: Waschen Sie das Campingbett an einem sonnigen Tag. So trocknet es schneller und die UV-Strahlung tötet Bakterien und Keime ab.
Schritt 2 – Vollständige Trocknung (kritisch!)
Das ist der wichtigste Schritt überhaupt! Selbst minimale Restfeuchtigkeit führt über Monate zu Schimmel und Rost.
Richtig trocknen:
Draußen in der Sonne:
– Bauen Sie das Campingbett komplett auf
– Stellen Sie es in die volle Sonne
– Lassen Sie es mindestens 6-8 Stunden trocknen
– Wenden Sie es mehrfach, damit alle Seiten trocknen
– Fühlen Sie mit der Hand nach – muss 100% trocken sein!
Bei schlechtem Wetter:
– In gut beheiztem Raum aufbauen
– Vor Heizung oder Heizkörper stellen (Abstand mind. 1m!)
– Ventilator aufstellen für Luftzirkulation
– Mindestens 24 Stunden trocknen lassen
– Nicht auf feuchten Kellerboden stellen!
Kontrollpunkte (alle müssen trocken sein!):
– Stoffbezug (beide Seiten!)
– Nähte und Säume
– Innenseiten der Gestänge-Hohlräume
– Scharniere und Gelenke
– Steckverbindungen
– Tragetasche
– Gummipuffer
Test: Reiben Sie mit einem trockenen, weißen Tuch über alle Bereiche. Zeigen sich Feuchtigkeitsspuren? Dann weitertrocknen!
Wichtig: Haben Sie Geduld! Lieber einen Tag zu lange trocknen als zu kurz. Im Frühjahr werden Sie es danken.
Schritt 3 – Rost-Prävention (Metallteile schützen)
Selbst bei gründlicher Trocknung kann über den Winter Rost entstehen – besonders in feuchten Lagerräumen. Vorbeugen ist besser als reparieren!
Was Sie benötigen:
– Silikonspray oder säurefreies Öl (z.B. Ballistol)
– Weiches Tuch
– Optional: Korrosionsschutz-Spray
– Optional: Vaseline für Gummiteile
Anleitung:
Bewegliche Teile schmieren:
Geben Sie auf alle beweglichen Teile ein paar Tropfen Silikonspray oder Öl:
– Scharniere
– Klapp-Mechanismen
– Gelenke
– Steckverbindungen (dünn auftragen!)
Bewegen Sie die Teile mehrfach hin und her, damit das Schmiermittel eindringt.
Schrauben und Muttern:
Tragen Sie auf alle Schraubenköpfe und Muttern eine dünne Schicht Öl auf. Das verhindert Festrosten.
Gummipuffer:
Behandeln Sie Gummipuffer mit etwas Vaseline oder Silikon. Das hält sie elastisch und verhindert Risse.
Optional – Langzeitschutz:
Für optimalen Schutz können Sie das gesamte Gestänge dünn mit Korrosionsschutz-Spray einsprühen. Lassen Sie es gut trocknen, bevor Sie das Bett einpacken.
**Wichtig:** Verwenden Sie nur säurefreie Schmiermittel! Säurehaltige Öle greifen Aluminium an.
Schritt 4 – Imprägnierung auffrischen (Stoffschutz)
Der Stoffbezug hat über die Saison seine Imprägnierung verloren. Vor der Einlagerung sollten Sie sie auffrischen – das schützt über den Winter und Sie starten direkt geschützt in die nächste Saison.
Was Sie benötigen:
– Imprägnierspray für Outdoor-Textilien (z.B. Nikwax, Granger’s)
– Gut belüfteter Arbeitsplatz (draußen ideal)
– Zeitungspapier oder Plane als Unterlage
Anleitung:
1. Campingbett aufbauen und an gut belüfteten Ort stellen
2. Unterlage auslegen (Spray bildet Nebel)
3. Stoffbezug gleichmäßig aus 20-30 cm Entfernung einsprühen
4. Besonders gründlich: Nähte und Ecken
5. Zweite Schicht auftragen, wenn Hersteller es empfiehlt
6. Mindestens 4 Stunden trocknen lassen
7. Vor Einlagerung nochmals 24h auslüften lassen
Profi-Tipp: Imprägnieren Sie auch die Tragetasche! So ist sie im Frühjahr sofort einsatzbereit.
Alternative – Einwasch-Imprägnierung:
Wenn Sie den Stoffbezug in der Maschine waschen, können Sie Einwasch-Imprägnierung direkt in die Maschine geben. Folgen Sie den Herstellerangaben.
Letzte Inspektion vor der Einlagerung
Bevor Sie Ihr Campingbett endgültig verstauen, führen Sie eine letzte Kontrolle durch.
Checkliste – Ist alles bereit?
Sauberkeit:
– ✓ Gestänge komplett sauber und trocken
– ✓ Stoffbezug gewaschen und trocken
– ✓ Tragetasche gereinigt und trocken
– ✓ Keine Speisereste, Krümel oder Gerüche
Pflege:
– ✓ Bewegliche Teile geschmiert
– ✓ Schrauben mit Öl behandelt
– ✓ Gummipuffer gepflegt
– ✓ Stoffbezug imprägniert
Zustand:
– ✓ Keine Risse im Stoff
– ✓ Keine losen Schrauben
– ✓ Gestänge unbeschädigt
– ✓ Alle Teile vollständig
Funktionalität:
– ✓ Auf- und Abbau funktioniert einwandfrei
– ✓ Klapp-Mechanismus leichtgängig
– ✓ Standbeine stabil
– ✓ Nichts klemmt oder hakt
Wenn ein Punkt nicht erfüllt ist: Reparieren Sie es jetzt! Im Frühjahr haben Sie keine Lust, noch Reparaturen vorzunehmen.
Die richtige Lagerposition
Wie Sie Ihr Campingbett lagern, beeinflusst seinen Zustand im Frühjahr erheblich.
Zusammengeklappt oder geöffnet?
Zusammengeklappt (Standard):
Vorteile:
– Spart Platz
– Praktisch bei begrenztem Lagerraum
– Passt unter Betten, in Schränke
Nachteile:
– Dauerhafte Kompression kann Material strapazieren
– Knickstellen können entstehen
– Scharniere bleiben unter Spannung
Richtig zusammenklappen:
1. Nicht mit Gewalt zusammendrücken
2. Natürliche Faltlinien nutzen
3. Nicht zu fest zurren
4. In Tragetasche locker verstauen
Leicht geöffnet (ideal!):
Vorteile:
– Kein Dauerdruck auf Material
– Scharniere entspannt
– Luftzirkulation möglich
– Kein Knick-Risiko
Nachteile:
– Braucht mehr Platz
– Nicht für kleine Lagerräume geeignet
Umsetzung:
– Bett zu 2/3 zusammenklappen (nicht ganz schließen)
– Mit Spanngurt locker fixieren
– Vertikal an Wand lehnen oder
– Horizontal auf Regal legen
Profi-Tipp: Wenn Sie Platz haben, lagern Sie das Campingbett halb geöffnet. Die Materialien danken es Ihnen mit längerer Lebensdauer!
Horizontal oder vertikal?
Horizontal (liegend):
– Optimal für das Material
– Kein einseitiger Druck
– Ideal für Regale oder unter Betten
Wichtig: Nichts Schweres obendrauf legen!
Vertikal (stehend):
– Spart Platz
– Gut für Kellerecken
– Praktisch bei wenig Stellfläche
Wichtig: Gegen Umfallen sichern! Spanngurt an Wand oder Haken befestigen.
Der perfekte Lagerort
Der Lagerort entscheidet maßgeblich über den Zustand Ihres Campingbetts im Frühjahr.
### H3: Ideale Lagerbedingungen
Temperatur:
– Ideal: 5-20°C
– Vermeiden: Extreme Temperaturschwankungen
– Vermeiden: Direkten Frost (unter 0°C)
– Vermeiden: Große Hitze (über 30°C)
Luftfeuchtigkeit:
– Ideal: 40-60%
– Vermeiden: Über 70% (Schimmelgefahr!)
– Vermeiden: Zu trocken unter 30% (Material wird spröde)
Licht:
– Dunkel oder schwach beleuchtet
– Keine direkte Sonneneinstrahlung
– UV-Strahlung bleicht aus und macht spröde
Luftzirkulation:
– Leichte Belüftung ideal
– Nicht komplett luftdicht verpacken
– Stickige, feuchte Luft vermeiden
Gute Lagerorte
1. Trockener Keller (Top-Wahl!):
– ✓ Konstante Temperatur
– ✓ Dunkel
– ✓ Meist trocken genug
Wichtig: Nicht direkt auf kalten Betonboden stellen! Unterlage verwenden (Holzbrett, Palette, Styropor).
Tipp: Hygrometer aufstellen und Luftfeuchtigkeit im Auge behalten. Über 70%? Luftentfeuchter aufstellen!
2. Beheizter Dachboden:
– ✓ Trocken
– ✓ Oft gut belüftet
– ⚠ Im Sommer kann es sehr heiß werden
Wichtig: Vor direkter Sonneneinstrahlung durch Dachfenster schützen! Abdecken mit Decke oder Plane.
3. Beheizter Abstellraum:
– ✓ Ideale Bedingungen
– ✓ Trockene Luft
– ✓ Konstante Temperatur
Ideal für: Wohnungs-Abstellkammern, beheizter Hausflur
4. Beheiztes Gartenhaus:
– ✓ Meist trocken genug
– ⚠ Temperatur schwankt je nach Jahreszeit
Wichtig: Im Winter bei Frost eventuell mit Decke schützen.
Schlechte Lagerorte (unbedingt vermeiden!)
❌ Feuchter Keller:
– Schimmelgefahr extrem hoch
– Rost vorprogrammiert
– Muffiger Geruch zieht ein
Alternative: Wenn es nicht anders geht, Luftentfeuchter aufstellen und Campingbett zusätzlich in wasserdichte Plane einwickeln (aber mit Luftlöchern!).
❌ Unbeheizter Dachboden:
– Extreme Temperaturschwankungen (Sommer heiß, Winter eiskalt)
– Material leidet stark
– Oft staubig
❌ Garage (unbeheizt):
– Feuchtigkeit durch Autos (Schnee, Regen)
– Abgase schaden Material
– Mäuse und Ratten
Alternative: Wenn unvermeidbar, in luftdichter Box mit Silica-Gel-Beuteln lagern.
❌ Schuppen/Gartenhaus (unbeheizt):
– Extreme Kälte im Winter
– Feuchtigkeit
– Ungeziefer
❌ Direkt unter/neben Heizung:
– Zu heiß
– Trocknet Material aus
– Wird spröde
Verpackung und Schutz
### H3: Die richtige Verpackung
Standard: Originale Tragetasche
Die mitgelieferte Tragetasche ist meist ausreichend, wenn Sie diese Tipps beachten:
1. Tasche muss sauber und trocken sein
2. Campingbett locker einpacken (nicht quetschen!)
3. Reißverschluss nicht ganz schließen (Luftzirkulation!)
4. Auf Regal oder erhöhter Fläche lagern
Upgrade: Zusätzlicher Schutz
Für optimalen Schutz können Sie das Campingbett zusätzlich schützen:
Option 1 – Atmungsaktive Schutzhülle:
– Vliesstoff oder Baumwollplane
– Schützt vor Staub
– Lässt Luft durch
– Verhindert Kondenswasser
Option 2 – Vakuumbeutel (nur für kurze Lagerung!):
– Maximal 3 Monate
– Nur bei trockenem Material
– Dauerkompression schadet Material
Nicht empfohlen: Luftdichte Plastikfolie (Kondensation!)
### H3: Schutz vor Schädlingen
Mäuse und Ratten lieben Campingbetten als Winterquartier!
Präventions-Maßnahmen:
1. Duftstoffe einsetzen:
– Lavendelsäckchen in Tragetasche legen
– Pfefferminzöl auf Wattebausch (erneuern alle 4 Wochen)
– Mottenkugeln (nur wenn Lagerstätte gut belüftet!)
– Nelken
2. Physische Barrieren:
– Campingbett auf Regal stellen (mind. 50 cm hoch)
– Nicht direkt an Wand (Mäuse klettern)
– In fest verschließbarer Box lagern
– Zugang zu Lagerraum abdichten
3. Regelmäßige Kontrolle:
– Alle 6-8 Wochen nach dem Rechten sehen
– Auf Nagespuren achten
– Auf Kot kontrollieren (kleine schwarze Köttel)
– Bei Befall: Professionelle Schädlingsbekämpfung
Profi-Tipp: Wickeln Sie das Campingbett in alte Zeitungen ein. Druckerschwärze mögen Mäuse nicht!
Zusätzliche Pflege-Maßnahmen
Silica-Gel Beutel (Feuchtigkeitskiller)
Auch bei gründlicher Trocknung kann über Monate Feuchtigkeit ins Campingbett gelangen.
Lösung: Silica-Gel Beutel
– Legen Sie 3-5 Beutel (je 50g) in die Tragetasche
– Erneuern Sie sie nach 8-12 Wochen
– Können Sie im Backofen reaktivieren (2h bei 120°C)
Wo kaufen: Drogerie, Baumarkt, Amazon (sehr günstig in großen Mengen)
Dokumentation erstellen
Nutzen Sie die Winterpause, um eine Dokumentation anzulegen:
Inventarliste:
– Fotos vom Zustand machen
– Kaufdatum notieren
– Reparaturen dokumentieren
– Schwachstellen notieren
Wartungsplan:
– Nächste Inspektion vormerken (Februar/März)
– Zu bestellende Ersatzteile notieren
– Geplante Upgrades festhalten
Profi-Tipp: Kleben Sie einen Zettel auf die Tragetasche: „Letzte Reinigung: Oktober 2025 | Nächste Kontrolle: März 2026“
Spezielle Lagerung verschiedener Campingbett-Typen
Klappbare Feldbetten (klassisch)
Besonderheiten:
– Scharniere brauchen extra Pflege
– Klapp-Mechanismus schmieren
– Nicht mit Gewalt zusammenklappen
Lagerung:
– Leicht geöffnet ideal
– Scharniere entspannt lagern
– Spanngurt nur locker fixieren
Steckbare Campingbetten
Besonderheiten:
– Einzelteile können verloren gehen
– Steckverbindungen oxidieren leicht
– Schrauben können sich lösen
Lagerung:
– Alle Teile in beschrifteter Box
– Schrauben separat in Tütchen
– Steckverbindungen mit Öl behandeln
– Anleitung beilegen
Profi-Tipp: Machen Sie Fotos vom Aufbau, bevor Sie es zerlegen. Im Frühjahr sind Sie froh darüber!
Aufblasbare Campingbetten
Besonderheiten:
– Ventile besonders empfindlich
– Material kann kleben
– Knickstellen vermeiden
Lagerung:
– Leicht aufgepumpt lagern (ca. 30% Füllung)
– Ventile offen lassen
– Mit Babypuder einreiben (verhindert Kleben)
– Niemals komplett flach falten
XXL-Campingbetten (2-Personen)
Besonderheiten:
– Größe erschwert Lagerung
– Gestänge ist schwerer
– Mehr Angriffsfläche für Feuchtigkeit
Lagerung:
– Braucht mehr Platz
– Möglichst horizontal lagern
– Extra gründlich trocknen
– Nicht unter schwerem Gewicht
Wintercheck – Regelmäßige Kontrolle
Einmal weggeräumt heißt nicht vergessen! Kontrollieren Sie Ihr Campingbett im Winter.
Kontroll-Termine
Nach 6-8 Wochen (Dezember/Januar):
– ✓ Auf Feuchtigkeit prüfen
– ✓ Silica-Gel Beutel erneuern
– ✓ Schädlingsbefall kontrollieren
– ✓ Geruchstest (Schimmel?)
Nach 12-14 Wochen (Februar):
– ✓ Gleiche Kontrolle wie vorher
– ✓ Bei Mängeln sofort handeln
– ✓ Frühjahrsvorbereitung planen
Was tun bei Problemen:
Feuchtigkeit entdeckt:
– Sofort herausnehmen
– Vollständig trocknen
– Ursache finden (Luftfeuchtigkeit zu hoch?)
– Silica-Gel Beutel verstärken
Schimmel entdeckt:
– Mit Essigwasser behandeln
– Komplett waschen
– Vollständig trocknen
– Neu imprägnieren
– Lagerort wechseln
Schädlinge entdeckt:
– Professionelle Schädlingsbekämpfung
– Campingbett gründlich reinigen
– Lagerort desinfizieren
– Prävention verstärken
Vorbereitung auf die nächste Saison
Checkliste für den Frühling
Bereits im Winter können Sie die nächste Saison vorbereiten:
Januar/Februar:
– ✓ Verschleißteile identifizieren
– ✓ Ersatzteile recherchieren
– ✓ Angebote vergleichen
– ✓ Bei Bedarf Neukauf planen
März:
– ✓ Campingbett aus Lagerung holen
– ✓ Gründliche Inspektion
– ✓ Funktionstest
– ✓ Kleinere Reparaturen
April:
– ✓ Erste Testnacht im Garten
– ✓ Zubehör ergänzen
– ✓ Erste Tour planen
FAQ – Häufige Fragen zur Einlagerung
Wie lange kann ich ein Campingbett lagern?
Bei richtiger Lagerung problemlos mehrere Jahre. Kontrollieren Sie es aber mindestens einmal jährlich.
Muss ich das Campingbett jedes Jahr waschen?
Ja, unbedingt! Selbst wenn es sauber aussieht, sammeln sich über die Saison Schweiß, Hautschuppen und Mikroorganismen.
Kann ich das Campingbett in der Garage lagern?
Nur in beheizter, trockener Garage. Unbeheizte Garagen sind zu feucht und kalt.
Was mache ich, wenn ich keinen trockenen Lagerort habe?
Investieren Sie in einen Luftentfeuchter oder lagern Sie das Campingbett bei Freunden/Familie. Falsche Lagerung zerstört jedes Campingbett.
Soll ich das Campingbett zusammengeklappt oder offen lagern?
Wenn Sie Platz haben: Leicht geöffnet ist schonender fürs Material. Bei Platzmangel: Zusammengeklappt, aber nicht unter Druck.
Wie oft muss ich Silica-Gel Beutel wechseln?
Alle 8-12 Wochen oder wenn sie sich verfärbt haben (von orange zu grün/blau).
Kann ich mehrere Campingbetten übereinander lagern?
Nur wenn das untere nicht unter Druck gerät. Besser: Einzeln oder nebeneinander lagern.
Fazit – Investieren Sie Zeit, ernten Sie Langlebigkeit
Eine ordnungsgemäße Einlagerung Ihres Campingbetts mag zeitaufwändig erscheinen, zahlt sich aber mehrfach aus. Sie sparen Reparaturkosten, verlängern die Lebensdauer und starten entspannt in die nächste Saison. Mit unserer Anleitung überwintert Ihr Campingbett perfekt.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
1. Gründlich reinigen – kein Schmutz darf bleiben
2. Vollständig trocknen – wichtigster Schritt!
3. Pflegen – Ölen, imprägnieren, schützen
4. Richtig lagern – trocken, kühl, dunkel
5. Regelmäßig kontrollieren – Probleme früh erkennen
6. Im Frühjahr rechtzeitig inspizieren
Mit diesen Tipps genießen Sie viele Jahre Freude an Ihrem Campingbett. Gute Nacht bis zur nächsten Saison!
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